Pekings Kampagne gegen Shen Yun stellt die Entschlossenheit des Westens auf die Probe, die künstlerische Freiheit zu verteidigen
7. April 2026
Shen Yun Performing Arts ist zutiefst besorgt darüber, dass das chinesische Regime mit seinem Kreuzzug, kritische Stimmen im Westen zum Verstummen zu bringen, nun eine neue und gefährliche Stufe erreicht hat.
Seit fast zwei Jahren sieht sich unser Unternehmen einer immer intensiveren Einschüchterungskampagne ausgesetzt, die darauf abzielt, unsere Aufführungen zu stören und unsere Botschaft zu unterdrücken. Dazu gehören mehr als 150 falsche Bombendrohungen, Drohungen mit Massenerschießungen sowie weitere Gewaltandrohungen gegen Shen Yun, die Theater, in denen wir auftreten, die Schulen, die unsere studentischen Darsteller besuchen, unsere Familien und öffentliche Amtsträger, die unsere Arbeit unterstützen.
Die Sicherheit unseres Publikums und unserer Darsteller hat für uns nach wie vor höchste Priorität. Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden haben diese Drohungen jedoch durchweg als unbegründet eingestuft. Es handelt sich nicht um glaubwürdige Sicherheitsrisiken, sondern um gezielte Versuche, Angst zu schüren und Veranstaltungsorte unter Druck zu setzen, damit sie unsere Vorstellungen absagen.
Ermittlungen in mehreren Ländern haben diese Drohungen mit Akteuren in Verbindung gebracht, die vom chinesischen Festland aus operieren.
In der vergangenen Woche führte dieses Muster von Drohungen erstmals in der fast zwanzigjährigen Geschichte von Shen Yun, in der wir weltweit in führenden Theatern auf Tournee sind, zur Absage geplanter Aufführungen. Dies ist eine äußerst besorgniserregende Entwicklung, die zeigt, wie weit Peking inzwischen geht, um unsere Freiheiten einzuschränken.
Die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) greift zu solchen Taktiken, weil Shen Yun ein authentisches Bild der traditionellen chinesischen Kultur vermittelt. Dabei werden die spirituelle Tiefe und die moralischen Werte einer jahrtausendealten Zivilisation gewürdigt, die schon lange vor der Machtübernahme der KPCh existierten. Diese wollte das Erbe auslöschen, um den Marxismus durchzusetzen. In unseren Aufführungen thematisieren wir zudem die anhaltende Verfolgung von Falun Gong, einer friedlichen spirituellen Praxis, die in buddhistischen Traditionen verwurzelt ist. Seit mehr als 25 Jahren leiden die Praktizierenden in China unter Masseninhaftierungen, Folter, Todesfällen in Gewahrsam und erzwungenem Organraub, wie von internationalen Menschenrechtsermittlern dokumentiert wurde.
Indem Shen Yun diese Geschichten einem Publikum auf der ganzen Welt vermittelt, verleiht es den Wahrheiten eine Stimme, die die KPCh auslöschen will. Die Drohungen gegen uns sind Teil einer umfassenderen Bemühung der KPCh, Informationen zu unterdrücken.
Was auf dem Spiel steht, geht jedoch weit über eine Reihe von Aufführungen hinaus. Diese Vorfälle sind ein Lackmustest dafür, ob freie Gesellschaften zulassen werden, dass autoritäre Einschüchterung darüber entscheidet, welche Kunst präsentiert und welche Geschichten erzählt werden dürfen.
Wenn es durch Gewaltandrohungen gelingt, den künstlerischen Ausdruck zu stören, besteht die Gefahr, dass ein gefährlicher Präzedenzfall geschaffen wird, durch den feindliche ausländische Regime kulturelle Werke in demokratischen Nationen effektiv verbieten können. Zensur beginnt selten mit einem direkten Verbot, sondern oft mit Druck, der die Kosten der freien Meinungsäußerung in die Höhe treibt, bis die Angst überwiegt.
Dieser Moment erfordert Klarheit und Entschlossenheit. Freie Nationen müssen bekräftigen, dass Gewalt und Drohungen niemals darüber entscheiden werden, welche Kunst aufgeführt oder welche Geschichten erzählt werden dürfen.
Wir sind den Theatern zutiefst dankbar, die sich diesen Drohungen auf der ganzen Welt standhaft entgegengestellt haben. In enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Strafverfolgungsbehörden haben sie dafür gesorgt, dass unsere Aufführungen sicher stattfinden konnten. Sie haben sich geweigert, sich durch Einschüchterung davon abbringen zu lassen, Shen Yun zu unterstützen. Auch unseren Besuchern, die bemerkenswerte Solidarität gezeigt haben, gilt unser herzlicher Dank. Manchmal warteten sie in der Kälte vor den Theatern, während die Polizei nach Bombendrohungen Durchsuchungen durchführte, und brachten unseren Künstlern weiterhin begeisterte Unterstützung und unzählige Worte der Ermutigung entgegen.
Wir fordern Regierungen und Strafverfolgungsbehörden nachdrücklich auf, ihre Ermittlungen fortzusetzen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Wir ermutigen kulturelle Einrichtungen, sich auf das Fachwissen von Sicherheitsexperten zu verlassen, und appellieren an sie, auch dann standhaft zu bleiben, wenn sich Drohungen als unbegründet erweisen, um künstlerischen Ausdruck nicht durch Angst zum Schweigen bringen zu lassen.
Letztendlich geht es nicht darum, ob Einschüchterung stattfindet, sondern ob sie Erfolg hat. Die Antwort muss klar sein: Angst wird niemals die Grenzen dessen bestimmen, welche Stimmen in der freien Welt gehört werden. Wenn wir heute standhaft bleiben, stellen wir sicher, dass die Bühne ein Ort für authentischen künstlerischen Ausdruck bleibt und nicht zu einem Ort wird, an dem Zwang die Grenzen setzt.
