Der ethnische Tanz der Bai
Die Bai sind eine ethnische Minderheit aus dem Südwesten Chinas. Sie leben vor allem rund um den Erhai-See in der heutigen Region Dali in der Provinz Yunnan. Im Laufe ihrer über tausendjährigen Geschichte haben die Bai eigene Bräuche, Architektur und Tanzstile entwickelt.
Das Wort „Bai“ bedeutet „weiß“ und tatsächlich tragen die Bai bei ihren Festen und wichtigen Feierlichkeiten gerne weiße Jacken, aber auch bestickte Verzierungen und Kopftücher.
Eine der charakteristischsten Volkstraditionen der Bai ist der Bajiao-Trommeltanz, der mit kleinen, achteckigen Handtrommeln aufgeführt wird. Die Trommel wird mit der Handfläche oder an verschiedenen Körperteilen – Schultern, Hüften, Knien oder Füßen – angeschlagen, um helle, rhythmische Klänge zu erzeugen. Obwohl die Schlagmuster einfach sind, erzeugen sie einen lebhaften Rhythmus, der dem Tanz seine unverwechselbare Energie verleiht.
Bai-Tänzer bewegen sich oft mit leichten Schritten und offenen Bewegungen, die dem Rhythmus der Trommel entsprechen. Während sich der Rhythmus steigert, fügen die Tänzer kleine Hüpfer, Drehungen und koordinierte Akzente hinzu, die sowohl die Trommel als auch die Beweglichkeit der Tänzer betonen.
Der Bajiao-Trommeltanz ist bis heute ein geschätztes Symbol der Bai-Kultur und drückt Freude sowie ein tiefes Gemeinschaftsgefühl aus. Dieser fröhliche Tanz wird nach wie vor bei gemeinschaftlichen Feierlichkeiten wie Jahrmärkten, Einweihungsfeiern und Hochzeiten – sowie bei Shen-Yun-Aufführungen – aufgeführt.
In dem Shen-Yun-Stück „Ethnischer Tanz der Bai“ von 2026 ist dieser einzigartige Tanz mit achteckigen Trommeln zu sehen. Die Choreografie stammt von Hui Xuan, die Musik wurde von D. F. komponiert und von Gao Yuan arrangiert.
