Hua-gu-deng: Der „Blumentrommel-Laternen“-Tanz

Aus dem Tal des Flusses Huai im östlichen China kommt der Hua-gu-deng, einer der ältesten und repräsentativsten Volkstanzstile der Han-Chinesen.

Der Fluss Huai, der zwischen dem Fluss Yangtze (nördlich davon) und dem Gelben Fluss (südlich davon) liegt, und die ihn umgebende Bevölkerung vereinigen das Beste der nördlichen und südlichen Subkulturen Chinas. Der Hua-gu-deng kann somit sowohl kühn und ungezwungen wie der Norden, als auch elegant und vornehm wie der Süden sein.

Seine einzigartigen dramatischen Elemente und seine besondere Musikbegleitung machen den Hua-gu-deng zu einer der reichhaltigsten Tanzformen Chinas. Oft wird dieser Tanz von Perkussionsinstrumenten begleitet, die einen lebhaften und festlichen Rhythmus schaffen: typisch ist eine Kombination aus Gong, Becken und Blumentrommel.

Komplexe Tanzkombinationen mischen schnelle und langsame, kleine und große Bewegungen, um eine breite Palette von Emotionen zu offenbaren. Die Tänzer müssen schwierige Gleichgewichtstechniken, Sprünge, Drehungen und Saltotechniken bewältigen. Sie können außerdem verschiedene Requisiten wie Blumentrommeln, Fächer, Regenschirme und Taschentücher verwenden.

Traditionell wurde der Hua-gu-deng im Tal des Flusses Huai vom Ende der Erntesaison bis zum Beginn der neuen Pflanzsaison im darauffolgenden Frühling getanzt. Und eine reichhaltige Ernte war der beste Grund zum Glücklich Sein!

Im Laufe der Zeit wurde der Hua-gu-deng auch Bestandteil von vielen anderen Feierlichkeiten. Die ausgefallensten Darbietungen wurden bei Tempelfesten und an den Festen des chinesischen neuen Jahres getanzt. Eine Aufführung eines Hua-gu-deng beinhaltete viele Lieder und Tanzstücke, Instrumentalabschnitte und Mini-Inszenierungen.

In dem Shen Yun-Stück „Freude im Tal der Huai“ (2012), das im Hua-gu-deng-Stil aufgeführt wird, treffen sich junge Bauern aus zwei Dörfern in einem lebhaften Volkstanz, und nehmen sich gegenseitig nebenbei auf den Arm und fordern sich heraus.

Tibetischer Tanz